Kuala Lumpur (2011)

Kuala Lumpur (2011)

 

Malaysia 2011 – 10 Tage Kuala Lumpur

Wir sind am 06. September in Kuala Lumpur in Malaysia angekommen. Wir waren 2008 schon mal an in dieser Stadt, allerdings haben wir damals noch viel offen gelassen , was man sich noch einmal anschauen müsste. Die Liste war also lang. Die Temperaturen sehr hoch , genau wie die Luftfeuchte, also kam man auch recht schnell ins Schwitzen . Eigentlich zu jeder Tages – und Nachtzeit. Die Temperaturen lagen durchschnittlich am Tage um die 30 Grad Celsius. Nachts fiel die Quecksilbersäule auf kräftezehrende 24 Grad Celsius. Na da hatten wir im September doch noch einen schönen Sommer.

Das Wetter war im September doch recht unbeständig. Es regnete jeden Tag. Meist um die Mittagszeit und gegen Abend. Aber wir fanden fanden immer ein trockenes Plätzchen, so das die Kameras auch nicht in Gefahr gerieten abzusaufen. Den ersten Tag gingen wir recht ruhig an. Nach dem Frühstück und dem Bad im Pool fuhren wir später zum Carcosa Seri Negara, einem Boutique Hotel , gelegen mitten im Lake Garden in Kuala Lumpur. Die ersten Tage in dieser ungewohnten Bruthitze sind immer die schwierigsten. Also hatte ich hier doch schon ordentlich mit dem Schweiß zu kämpfen. Außerdem war es sehr feucht und diesig. Der Dunst war Haze. Das ist Rauch, der durch das Abbrennen der Ölpalmen entstand. Diese wird in Malaysia in Monokultur zur Gewinnung von Kautschuk angebaut. Wenn die Palmenwälder ihren Dienst getan haben , werden sie abgebrannt und gerodet, später neu aufgeforstet. Das passiert immer im September, wie auch schon 2008, als ich dieses Phänomen das erste Mal bemerkte. Nicht sonderlich angenehm , aber was will man machen.

Die ständige Hitze, trieb auch den Sensor meiner Kamera zur Verzweiflung. Dadurch ,dass er sehr warm wurde, wurde das Rauschen in den Fotos zwangsläufig verstärkt. Zusätzlich zum Haze, hatte man oft schlechte Karten, an gute Fotos zu kommen. Ich hatte nachträglich also Schwerstarbeit mit der Bearbeitung der Fotos zu leisten. Insgesamt habe ich im Urlaub an die 4000 Fotos geschossen , von denen letzten Endes noch 1500 übrig blieben.

Wer schon mal in KL war hat auch schon mal was von den Batu Caves gehört. Die Touristenattraktion schlechthin, denkt man. Aber die Batu Caves sind nicht gleich in Stadtnähe, man fährt so ca. 30 Minuten mit dem Taxi und zahlt wie sollte es auch anders sein 15 Ringgit. Im allgemeinen nehmen die Taxis hier alle 15 RM, da braucht man auch nicht lange verhandeln, umgerechnet sind das 3,50 Euro.

Jedenfalls hatten wir die Batu Caves in diesem Jahr auf dem Plan stehen . 2008 haben wir das nicht mehr geschafft. Batu Caves sind Kalksteinhöhlen in denen einige Hindutempel untergebracht sind. Dort hinauf zog es die Menschen um ihren Glauben nachzugehen. Im Ganzen sind es 272 Stufen die es gilt zu erklimmen. Scheint auch noch die Sonne , dann hat man sich schon ganz schön was vorgenommen. Aber auch ohne Sonne mussten wir des Öfteren mal Halt machen. Den Fotorucksack mal abschnallen und ausruhen. Mein lieber Mann , hätte nicht gedacht das das so anstrengend wäre. Nach einer Weile waren wir aber oben angelangt. Man kommt in eine riesige Höhle in der einige Tempelanlagen zu sehen sind, sonst eigentlich nichts weiter. Dann die nächste Treppe hoch und man kommt in einen Höhlenhof , der , wenn man nach oben schaut doch recht beachtlich wirkt. Mich jedenfalls , faszinierte der Anblick. Nun gut, es gab hier keine Action, aber man hat wieder eine neue Erfahrung gemacht und wieder etwas neues entdeckt. Viel Zeit konnte man hier auch nicht verbringen, es war ja nichts los. Also ging es wieder an den Abstieg.

Dort kommt man dann an den Dark Caves vorbei. Das sind sehr dunkle Höhlen in denen unglaublich viele Fledermäuse nisten. Diese Höhlen sind nur mit einem Führer zu begehen, wie der Namen schon sagt, sie waren wirklich Stockdunkel. Die Touren waren auf 4-5 Stunden ausgelegt. Diese Zeit wollten wir nicht investieren , auch war meine Kameratechnik dafür nicht ausgerüstet. Ein anderes Mal vielleicht. Da es dort auch Schlangen geben soll, hätte mich die Tour doch schon etwas gereizt. Aber die Schlangen bekam ich in einer anderen Höhle noch zu sehen , die wir dann am Fuße der Batu Caves noch besuchten.

Als wir fertig waren mit der Tour haben wir uns was leckeres zu trinken besorgt und haben in einer der vielen Straßenküchen ein leckeres vegetarisches Menü eingenommen. Nun ging es wieder zurück. Mit dem Taxi wollten wir nicht also wählte wir die Eisenbahn. Schalte, Fahrkarten, alles kein Problem. Wir fanden alles auf Anhieb. Nur bin ich in den falsche Waggon eingestiegen . Ich habe mich schon gewundert , dass nur Frauen hier mit dem Zug fahren. Aber das war ein Waggon nur für Frauen. Als man mir das mitteilte , wechselte ich natürlich den Wagen. Eine Stunde später waren wir dann auch wieder in KL.

Wieder begann ein neuer Tag in KL. Wir wollten an diesem Tag unserer Cottbus-Tütenfotos machen (Ein Fotowettbewerb in Cottbus, Thema: Cottbus Weltweit). Dazu fuhren wir mit der LRT zum KL Center. LRT ist eine der beiden Stadtbahnen in Kuala Lumpur , die den ganzen Tag über verkehrt, in kurzen Abständen verfügbar ist und angenehm klimatisiert die Fahrt zum Erlebnis werden lässt. Die öffentlichen Verkehrsmittel werden hier in dieser Stadt sehr stark beansprucht. Warum auch nicht, die Straßen sind gnadenlos überfüllt, darüber kann dann letzten Endes auch das sehr günstige Taxientgelt nicht hinweg trösten.

Der Fahrpreis für den LRT beträgt umgerechnet 50 Cent. Dafür kommt man schon einige Stationen weiter. An den Petronas Towers angekommen, haben wir die Location für das Tütenfoto gesucht und gefunden. Eigentlich ging alles sehr schnell. Wir mussten uns auch zur Eile an mahnen , da der nächste Schauer schon wieder in den Startlöchern stand. Zu dieser gnadenlosen Hitze kam auch noch die sehr hohe Luftfeuchte. Ich weiß eigentlich nicht mehr ob ich zu dieser Zeit vom Regen oder vom Schweiß durchnässt war. Egal, nur war es recht aufwändig , ständig die Kamera vor dem Regen in Sicherheit zu bringen.

Wir durchstreiften an diesem Tag die Gegend an den Türmen entlang, in Richtung KLCC , den angrenzenden Park mit den Wasserspielen, um wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kehren. Mit einem Taxi, dieses Mal mit einem Blauen, nagelneu, und roch auch sehr gut innen, fuhren wir zur Nationalmoschee Masjid Negara. Von der Moschee waren es nur noch ca. 30 Minuten Fußmarsch. Dieses mal ging es steil bergauf. Ein wunderbares Gefühl, mit dem Fotorucksack und den Klamotten , die überhaupt nicht trocken werden wollten.

Wir sahen beim Aufstieg den Bird Park schon von weitem. Riesige Pfosten, so hoch wie Flutlichtmasten eines modernen Bundesligastadions waren mit überdimensionalen Netzen bespannt. Uns erwartete also eine riesige Freiflugarena von Vögeln aller Art und jeder Größe. Der Bird Park mit einer Fläche von insgesamt 21 ha ist einer der größten in Asien. Über 5000 Vögel aus 100 verschiedenen Arten sind hier zu Hause. Der Park ist täglich von 9:00 – 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostete 48 RM pro Besucher. Das ist eines der höchsten Eintrittsgelder , die wir hier in KL bezahlt haben. Aber es sollte sich lohnen. Der Park war in einem ausgezeichneten Zustand, sehr sauber und gepflegt. Man sah sehr viel Vögel und kam auch sehr dicht an das Geschehen heran. Am Neugierigsten machte uns der Hornbill. Aber auch diesem Riesen kamen wir sehr nahe. Einen kleinen Snack in der Tropenbar und weiter ging es.

Das unangenehme an diesem Tag waren die sehr oft auftretenden Regenschauer. Es wurde nie kalt , aber die Luftfeuchte stieg auf ein unerträgliches Maß an. Wir hatten wieder einen sehr anstrengenden aber hoch interessanten Tag verbracht. Ich kann jedem Besucher der grossen Metropole diesen Park mit gutem Gewissen empfehlen.

Little India, in diesem Riesenmoloch Kuala Lumpur findet man diesen kleinen indisch angehauchten Stadtteil. Meine Frau und ich, hatten bei 34 Grad Celsius in den engen stickigen Gassen versucht die Neugier zu befriedigen. Teils von Auspuffgasen gesättigt oder andern Gerüchen begleitet , waren manche Gassen schon eine Zumutung. Aber wann kann man so etwas auf die schnelle wieder zu Gesicht bekommen. Eher nicht so schnell. Farben gab es hier reichlich und in jeder Schattierung. Von bunten Gewändern über bunte Fassaden versuchte man sich hier angenehm einzurichten. In vielen Geschäften gab es eine Menge Schnick Schnack. Man konnte gefakte T-Shirts kaufen, auch Taschen, Schuhe, Uhren , eigentlich alles was man kaufen konnte , gab es hier nachgemacht. Aber das war nicht unser Ziel. Ich wollte Fotos schießen und die bekam ich auch mit der Zeit. Wobei es dann mit zunehmender Zeit auch immer unangenehmer wurde.

Die Kamera war mit dem 10-20 bestückt und zwei Objektive hatte ich noch im Rucksack. Es war schließlich der Anfang vom Urlaub und man hätte was verpassen können, also musste man schleppen. Na das mit den Objektiven , habe ich dann später anders geregelt. Viel Laufen und die Hitze machen Durst. Meine Frau übernahm dann den Dienst des Versorgungsleiters und wollte etwas angenehmes kühles besorgen . Nach eine Weile kam sie wieder, mit einer wunderbaren kalten Flasche Wasser. Aufgeschraubt und blöd geguckt. Irgend was teuflisch süßes war dort drin. Aber das kauften alle und sie dachte es wäre gut. Für den Augenblick erst einmal besser als gar nichts. Wir haben an diesem Tag sehr viel gesehen und sind sicher einige Kilometer gelaufen, bevor wir abends wieder am Pool bei meiner Schwester den Tag ausklingen ließen.

Am besten kommt man nach Chinatown mit der Bahn oder dem Taxi. Wer kurze Wege bevorzugt , dem empfehle ich auf alle Fälle das Taxi. Für 15 RM hat man hier schon einen riesigen Aktionsradius. Aber nun zum eigentlichen in Chinatown, dem China Market . Hier in Jalan Petaling gibt es ausgedehnte Marktrouten. Jalan Petaling ist fast komplett überdacht, so ist hier auch bei schlechtem Wetter ein gutes Einkaufen möglich. Nur muss man aufpassen , nicht in Versuchung zu geraten Markenklamotten oder wertvolle Accessoires zu kaufen, letzten Endes wird es wohl eine Fälschung oder ein Fake sein. Selber habe ich die Erfahrung nicht gemacht , aber mit etwas Hintergrundinformationen sieht man das alles durch eine andere Brille. Trotzdem ist für mich jeder Besuch von China Market ein ganz eigenes Erlebnis und immer lohnenswert.

Es riecht hier an jeder Ecke anders, viele Straßenküchen laden zum Essen ein, Obststände und andere Imbissversorgungen locken ebenfalls. Nun sieht manches gewöhnungsbedürftig aus. Aber auch ich habe das eine oder andere probiert und ich lebe noch. Ganz im Gegenteil , manches hat hervorragend geschmeckt.

Etwas abseits des Marktes , kann man durch das alte Viertel streifen. Dabei sieht man wunderbare alte Architektur , die sich aber leider in einem erschreckenden Zustand befindet. Ich hatte das Gefühl, in einigen von Häusern stecken Hunderte von Jahren und alles sieht noch so aus wie am ersten Tag. Der Phantasie sind hier in Chinatown keine Grenzen gesetzt. Nur Schade um die vielen Gebäude , dass sie vor sich hin einen langsamen aber sicheren Tod sterben. Wir waren im ältesten Restaurant in Chinatown, dem Old China Café SDN BHD. In der unteren Etage befindet sich das Café-Restaurant und oben eine Antique Gallery, die wir nicht besuchten. Aber wir haben etwas gegessen und getrunken und ich muss sagen , es hat hervorragend gemundet. Ein sehr freundliches Personal war stets aufmerksam und hat uns sogar fotografiert. Ich musste meiner Frau versprechen , dass Foto nicht mit in die Galerie zu packen, weil sie mit drauf ist, ihr wisst schon wie ich das meine.

Im Gesamten ist hier in Kuala Lumpur das traditionelle Chinatown nicht all zu groß. Wenn man in China Market nicht zu lange verweilt , ist man hier an einem Tag durch. Dann hat man auch die Tempel mitgenommen. An größeren Tempeln sind es ja nicht viel. Das sollte später in Penang ganz anders werden. Mein Fazit aus Chinatown, jederzeit wieder, ein Muss wer in dieser Stadt weilt. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, das waren die vielen aufdringlichen Straßenverkäufer die ihre CD´s und DVD´s feilbieten wollten. Das ist der Unterschied zu Little India, dort habe ich diese Aufdringlichkeit nicht erlebt. Ein Geheimtipp sind die beiden Läden von Peter Hoe. Dort findet jeder Geschmack irgend eine Kleinigkeit. Das Angebot geht vom Kitsch bis zum hochwertigen Kunstgegenstand. Ich hoffe euch von dem Gewusel in Chinatown mit meinen Fotos einen kleinen Einblick geben zu können und würde mich über jedes Feedback freuen.

Der Menara Kuala Lumpur ist mit 421 Metern der siebent höchste Fernsehturm der Welt. Gebaut auf einem Ananashügel ragt er hoch über die große Stadt hinaus. Die Aussichtsplattform , von der ich diese Fotos gemacht habe, befindet sich in einer Höhe von 276 Metern. Der Betonturm öffnete im Jahr 1996 seine Pforten. Er dient seit dem als Touristenattraktion und zur Übertragung von Radio – und Fernsehsignalen.

Wir wollten auch in diesem Jahr wieder auf diesen Riesen hinauffahren. Dazu sind ca. 10 Euro Eintritt pro Person nötig und einige Sekunden Fahrt in einem Expresslift bis zur Plattform. Oben angekommen , empfängt dem Besucher erst mal eine angenehme kühle Brise. Nun noch die Kamera zurecht machen und dann kann der Rundgang beginnen. Leider war der Himmel wieder stark bedeckt. Der Dunst nahm zu. Keine ideale Voraussetzung für ein gutes Foto, aber was will man machen. Wenn man nun schon mal oben ist , dann muss man die Situation so nehmen wie sie ist.

An diesem Tag herrschte auch nicht viel Betrieb , man hatte Zeit und Platz. Das Ergebnis könnt ihr dann in meinen Fotos sehen. Kuala Lumpur mal von oben. Ich hoffe hier wieder ein Puzzlestück dem Ganzen hinzu gefügt zu haben.

Dieser Taman Tasik Perdana ist ein Bestandteil des Lake Gardens in KL. Der Park umfasst eine Fläche von 90 ha und liegt mitten in der großen Stadt. Dieser Park ist eine Oase der Ruhe. Hohe Bäume und Sträucher spenden Schatten. Es sind viele Wege angelegt , ideal für ausgedehnte Spaziergänge und Jogger. In der Mitte des Parks gibt es einen künstlich angelegten See. Für uns als Europäer gibt es dort unheimlich viel zu entdecken. Man staunt, was hier in der freien Natur wächst , bei uns zu Hause bekommt man das nur beim Gärtner, wenn überhaupt.

In einem kleinen Tal liegt das Paggung Anniversary, das ist eine Freilichtanlage für Konzerte und Vorstellungen aller Art, mit einer überdachten Bühne.

Auch ein Monument , was sich hier im Taman Tasik Perdana befindet , ist das Heldendenkmal, die größte freistehende Bronzestatue des Landes, die eine Kriegsszene darstellt.

Wir waren am 16. September in diesem Park. Am Malaysia Day. Der Vorteil an diesem Tag in den Park zu gehen , liegt auf der Hand. Es befindet sich , außer uns, keine Menschenseele in diesem Park, alle Ruhestätten waren frei, keine belegte Bank. So stelle ich mir das Paradies vor, wundervolle Gärten und eine ausgedehnte Stille, wenn da nicht die Hitze wäre die mir noch zu schaffen machte. In einem Foto, das wollte ich euch nicht vorenthalten, kann man sehen , wie ich damit zu kämpfen hatte.

Eine sehr gepflegte , saubere Anlage wartet hier auf euren Besuch. Es muss kein Eintritt entrichtet werden. In der Nähe des Sees befindet sich auch eine sehr saubere Toilettenanlage. In der Nähe des Sees habe ich auch einen Waran entdeckt. Man konnte sich ihm bis auf einen halben Meter nähern. Sicher noch ein kleines Exemplar, aber ich war so begeistert , dass ich auf ein Foto in der Galerie nicht verzichten wollte.

Als wir in Kuala Lumpur angekommen waren, hatte ich von diesem Tag in der Zeitung gelesen. Für mich stand es fest , diesen Tag muss ich ganz nah ran an das Geschehen. Ich hatte ja reichlich Zeit um bis dahin was zu planen. Als es aber dann so weit war, kam alles wieder anders als geplant.

Kurz vor diesem Feiertag , hat Malaysia noch einen Feiertag: Hari Merdeka. Hari Kemerdekaan bedeute im malaysischen, Unabhängigkeit. Hari Merdeka ist eine Abkürzung. Malaysia wurde am 31. August 1957 unabhängig von der britischen Kolonialmacht. Aber dieser Feiertag, dieser 16. September ist dem Volk noch zusätzlich geschenkt worden. Grundlage für diesen Tag war der 16. September 1963, der Zusammenschluss von Malaya, Nord-Borneo, Singapur und Sarawak zur Föderation Malaysia. Der Premierminister kündigte diesen neuen Feiertag im Jahre 2009 an. 2010 wurde er dann das erste Mal begangen. Politisch verknüpft wurde er mit dem Projekt ” 1 Malaysia“. Das auch in der Bevölkerung die dementsprechende Anteilnahme erfährt. So rücken die geschichtlichen Hintergründe für diesen Tag doch etwas in die Ferne. Man will Zusammengehörigkeit demonstrieren und mit dem Projekt “1 Malaysia” einmal in die Region der Industrie führenden Nationen aufsteigen. Wenn man diese Menschen hier einmal erlebt hat, kann man ihnen das zutrauen.

An diesem Tag wollte ich recht früh zu der Truppenparade erscheinen. Das sie aber schon so früh anfängt hatte ich erst ein , zwei Tage vorher erfahren. 8:00 Uhr früh sollte es losgehen. Mein Gott, ich hatte Urlaub, meine Schwester an diesem Tag einen Termin und Taxis waren kaum zu bekommen. Also hieß es Kompromisse schließen. Meine Schwester fuhr uns zur Bahnstation, von da ging es bis ins Zentrum. Dort angekommen, sah ich schon die Menschenmenge. Es waren sehr viele. Die Parade lief in vollen Zügen. Die Armeetechnik habe ich leider nicht mitbekommen, nur noch einige Fußtruppen der Polizei, konnte ich im Bild festhalten. Und einige Jets die über uns hinweg donnerten.

Von nun an begannen wir in der Menge zu schwimmen. Wir schwimmen der Strömung entgegen, bis zur Haupttribüne des Geschehens. Von hier hatten wir in alle Richtungen gute Sicht. Ich wollte fröhliche Menschen im Bild einfangen und die bekam ich auch. Wir waren so etwas wie eine Attraktion. Jede Gruppe wollte sich mit uns fotografieren lassen. Das mag ja meine Frau überhaupt nicht anstehen, auf einem Foto mit drauf zu sein. So viel Herzlichkeit wurde uns entgegen gebracht, dass es unmöglich war , sich hier einem Foto zu verweigern. Es gab also jede Menge Motive. So ist mir der 16 September, der Malaysia Day als einer der interessantesten und fröhlichsten im Gedächtnis geblieben.

Posted on: 16. September 2011olaf