Reisebericht Traveling with my camera 

Palac Jugowice

Palac Jugowice

Ein Kurztrip im September , doch wohin sollte es gehen? Wohin? Die Frage stand im Raum. Vielleicht an die Ostsee, oder nach Sachsen. Ich machte mich bei Booking.com auf die Suche nach einem passenden Ziel. Dabei driftete ich immer weiter nach rechts ab und merkte schließlich, dass der Finger auf der Landkarte in Polen angekommen war.

Genauer gesagt, im Eulengebirge. Nun suchte ich beherrschter, mit dem klaren Ziel etwas Besonderes zu finden. Und genau das habe ich gefunden. In Jugowice. Jugowice (dt. Hausdorf) ist ein kleiner Ort im nördlichen Eulengebirge. Der Ort liegt im Tal und ist weit auseinander gezogen. Selbst in Wikipedia erfährt man nichts über die Einwohnerzahl. Ein paar Häuser, zwei Hotels ,ein Sägewerk und ich glaube eine metallverarbeitende Firma sowie eine Kneipe und ein Laden sind dort anzutreffen. Eigentlich nichts besonderes, warum ich nach Jugowice fahren sollte. Aber es gab noch das Hotel meiner Wahl. Auf Google Maps fand ich noch eine alte Eisenbahnlinie, von der noch einige Brücken stehengeblieben waren. Es gab also einiges zu entdecken, hier vor Ort.

Das Palac Jugowice. Das Hotel war ein ehemaliges Herrenhaus, welches man erst vor kurzem komplett saniert hatte. Ich fand es schon etwas merkwürdig in dieser Gegend ein Luxus Hotel zu eröffnen. Die Gründer müssen sich ja dabei was gedacht haben. Erst einmal stockte mir der Atem als ich es sah. Malerisch eingebettet in einer kleinen Hügellandschaft, hatte man sich in der Sanierung des Hauses auf die Farben Schwarz und Weiß beschränkt. Keine überflüssigen Schnörkeleien sondern, gradlinige Architektur vom Feinsten. Die Pflasterarbeiten des Hofes rundeten das ganze Bild. Ein freundlicher Check In ließ nicht lange Zeit verstreichen. Im Inneren des Hauses zog sich die Farbgebung der Architektur weiter. Alles in Schwarz und Weiß. Klasse. So etwas hätte ich hier nie erwartet.

Das Zimmer war hell, aufgeräumt, mit Klima und Flat TV modern eingerichtet. Trotzdem hatte man das Gefühl in uralten Gemäuern sich zu befinden. Auch hier war alles bis in das kleinste Detail auf Schwarz Weiß eingerichtet. Ein kleines Highlight, die Lederbezogenen Nachttische, die noch den Duft von frischem Leder im Raum verteilten. Das Badezimmer war mit schwarzem Schiefer und teurer Marken- Keramik eingerichtet. Großraumdusche mit einer riesigen Wasserfall war hier Standard.

Es umgab uns ein wohliges Ambiente in dem wir für die nächsten Tage gut aufgehoben waren. Der Parkplatz ist bewacht.

Das Essen , ob nun Frühstück oder Abendbrot war herausragend. Ich habe selten eine solch kreative Küche erlebt. Besonders die Abendmahle waren nicht nur ein Gaumen- sondern auch ein Augenschmaus. Manchmal war schon fast zu Schade um es einfach zu verspeisen. Als Hauswein wurde mir hier der 2007er Tor del Colle, Montepulciano d´Abruzzo Riserva empfohlen.

Was macht man also in einer Gegend in der sich Fuchs und Elster Gute Nacht wünschen, es sonst aber keinen hintreibt. Unser Plan sah so aus, wir hatten keinen. Auf Handys und Laptop hatten wir verzichtet. Also waren wir auf Navi, Atlas und Literatur angewiesen , die wir uns vorher besorgt hatten. Nachdem wir gegen Abend noch einen Spaziergang im Ort unternahmen, planten wir so ganz nebenbei unsere Touren. Der erste Tag sollte uns in die Schädelkapelle führen, Kaplica Czaszek. Den zweiten Tag sollte es nach Breslau gehen, den dritten Tag wollten wir die nähere Umgebung uns etwas genauer ansehen. Den vierten Tag sollte es nach Karpacz gehen. Bilder von diesen Touren könnt ihr euch in der Rubrik Reisefotos ansehen.

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