Lost Places

Ghost town in color

Eine Geisterstadt in Farbe? Was ist denn das für ein Quatsch. Ohne dementsprechende Bildbearbeitung und Vignettierungen? Ja genau das war mein Anliegen am zweiten Weihnachtsfeiertag. Warum?

Nun, Anfang des Monats hatte ich mir eine neue Kamera gekauft. Eine Micro Four Thirds, die Panasonic Lumix DMC GX80. Sie wurde mit einem verlockenden Preis angeboten. Dem konnte ich nicht widerstehen. Als Kit Objektiv dazu war das G Vario 1:3,5-5,6  12-32mm. Die Kamera ist Bildstabilisierend und besitz eine ganze Menge an Funktionen, auf die ich hier nicht eingehen möchte. Wem das interessiert kann nach dem Modell googeln.

Bisher hatte ich leider keine Möglichkeiten die Kamera auszuprobieren. Heute war es dann einmal soweit. Meine EOS 60D habe ich meinem Sohn zu Weihnachten vermacht. Ich hoffe, damit seine Kreativität was das Fotografieren betrifft etwas zu fördern. Nun gibt es in der Tasche nur noch die 6D und die GX80. Und heute wurde die GX80 zu meinem Testobjekt.

Als Location suchte ich mir die 40km entfernte Geisterstadt: Alt Haidemühl. Ursprünglich war Alt Haidemühl eine Industriegemeinde rund zehn Kilometer westlich von Spremberg, die dem Tagebau Welzow-Süd weichen musste. Alt Haidemühl wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2006 aufgelöst. Der größte Teil der Einwohner wurde in den neu erbauten Ortsteil Haidemühl der Stadt Spremberg umgesiedelt. Die Geschichte des Ortes war eng mit der Braunkohle und der Glasherstellung verbunden. Man produzierte an diesem Standort Behälter Gläser. Damals wohnten hier bis zu 1500 Einwohner. 2005 waren es noch um die 400. Seit damals steht der Ort leer und verfällt zusehends dem Vandalismus. Eigentlich sollte er schon lange abgebaggert sein, denn hier will man den Tagebaus Welzow Süd ausweiten. Bisher gammelt aber alles noch vor sich hin und erfreut den einen oder anderen Fotografen als Motiv Spender herhalten zu dürfen.

Genau hier kam dann die GX80 zum Einsatz. Ich fotografierte im AV Modus, die ISO und WB auf Automatik. Als Bildformat hatte ich JPEG eingestellt, weil ich die Bilder nicht bearbeiten wollte. Ein paar hatte ich etwas gedreht und geschnitten. Ich wählte das Bildverhältnis 3:2. Nur wenig Bilder sind durch das Raster gefallen, die meisten sind mir doch ganz gut geglückt. Und weil ich hier ganz einfach einmal abchecken wollte, wie die Qualität der Fotos ausgefallen ist habe ich hier auf Filter und starke Bearbeitungen verzichtet.

Mein Fazit. Die Kamera hat sich als Backup Kamera bewährt. Der Brennweitenbereich ist ausreichend und die Schärfe volkommen in Ordnung. Auch das Rauschen hält sich in Grenzen. Selbst bei 1600 ISO ist es kaum merklich wahrzunehmen, das ist für solch einen kleinen MFT Sensor doch schon erstaunlich. Vor allem die Farbwiedergabe möchte ich hier als herausragendes Merkmal hervorheben. Das Handling ist fantastisch unkompliziert. Kamera und Objektiv sind als Leichtgewicht (426g + 70g)  kaum wahrnehmbar.

5 thoughts on “Ghost town in color

  1. Hallo Olaf
    Frohes und gesundes neues Jahr 2018!
    Was für interessante Location … sind die alte Häuser frei zugänglich oder musstes Du dort Einbrechen 😉
    Das Bild von der alte Puppe wirkt wie ein Poster für ein Horror Film …
    in dem Bild hat mir die Perfekte Schärfe überrascht … solche schärfe bekomme ich wirklich selten …
    ist das Ergebnis von Bearbeitung oder einfach das GX80 ist um welten Besser als Canon?

    Viele Grüße
    czoczo

    1. Hi Marius, mich hat auch die Schärfe umgehauen, für eine M4/3 Kamera , so etwas hätte ich nie erwartet, auch kein Kruschel im Hintergrund wie bei der LX7 oder der X30 da hat Panasonic ganz stark die Hausaufgaben gemacht. Nun es war mein erstes kleines Shooting mit der GX80 sehr viel kann ich noch nicht sagen auf die Fokus Geschichten und dem 4K Modus bin ich auch noch gespannt.
      Besser als Canon ist sie nicht, vielleicht anders, leichter und auch vielseitig. Ich muss dieser Cam nur noch den richtigen Plaz im Repertoire zuweisen, dann komme ich mir auch nicht mehr selbst ins Gehege.
      Ja die Puppe ist krass, das wird das nächste Bild in deinem Black and White Projekt 😉

      Gruss Olaf

  2. Ich erwische mich immer öfter,das meine Gedanken um einen 60d Ersatz kreisen. Die alte Lady hat schon ein paar Schwächen. So gefallen mir das Rauschverhalten und die wenigen AF Punkte und der Autofocus nicht. Das kann z. B. eine 80d besser und auch nur durch die,würde ich sie ersetzen. Doch dann tauchen immer Herr Zweifel und Herr Vernunft auf und reden mir wieder ins Gewissen. Kommen meine 2 Tamron Oldies mit dieser neuen 80d zurecht oder verschenke ich da Potenzial? Wenn ja,müsste ich ja noch in moderne Objektive investieren die auf diese neuen Sensoren getrimmt sind. Ach ja….ich sollte mein Cornwall Buch fertig machen ?

  3. Hey, da zählt einer mit 😉 Es reicht für die kreativen Momente, da wären noch das 17-40L, 28-135 USM,35er IS , das 70-300er und ein M42 das 35er. Ich denke das sollte langen. Eigentlich noch zu viel, ich will mich hier rigoros einschränken. Da mein Hauptanliegen die Reisen/Landschaften sind werde ich mich breiter im WW Sektor aufstellen. Für die GX80 noch ein 1.7er 25mm das entspricht 50mm KB, dann sollte es für alle Momente die mir noch bleiben reichen. Obwohl das mit der 60D tut schon irgendwie richtig weh.

    Gruss Olaf

  4. Was gibt’s denn bei dir für Neuigkeiten. Verschenkt er seine 60d. Na so’n Papa hätte ich auch gern. Dann mal viel Spass mit dem Ding. Was haste da jetzt noch für Objektive an der 6d?
    VG Jens

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© Olaf Sandow-Eigene Fotografien